AMD veröffentlicht Quartalszahlen

geschrieben am 22.07.2007 um 22:32 Uhr

 Die momentane wirtschaftliche Schieflage von AMD, dem Mutterkonzern ATIs, ist kein großes Geheimnis mehr. Technisch hinkt man sowohl was die Prozessoren anbelangt als auch bei den Grafikkarten den Konkurrenzprodukten mehr oder weniger deutlich hinterher, so dass ein relativ aggressiver Preiskampf gefahren werden muss. Natürlich geht das nicht spurlos an einem Unternehmen vorüber und so hat AMD einen Schuldenberg von fast vier Milliarden Euro angehäuft. Vor wenigen Tagen wurden Gerüchte über eine Kapitalerhöhung laut und auch die jetzt veröffentlichten Quartalszahlen deuten in diese Richtung.

In den vergangenen drei Monaten hat der Chiphersteller einen Nettoverlust von 450 Millionen Euro eingefahren. Darin enthalten sind zwar direkt 100 Millionen aus der Übernahme von ATI, dennoch bleibt ein operativer Verlust von 344 Millionen.

Einziger Lichtblick ist die Umsatzsteigerung im Vergleich zum vorhergehenden Quartal von 930 Millionen auf 1,04 Milliarden Euro.

Besonders interessant ist für uns als Grafikkartenseite natürlich das Ergebnis der Grafiksparte von AMD, also ATI. Deren Umsatz verändert sich mit 147 Millionen Euro kaum, was wohl daran liegt, dass zwar mit der Radeon HD 2900XT die neue Grafikkartenserie eingeführt wurde, allerdings noch kaum Karten verkauft wurden. Das lag vor allem an der späten Einführung der Mittelklassekarten, mit denen erfahrungsgemäß der meiste Umsatz erzielt wird. Demnach müsste das nächste Quartal deutlich besser werden und auch bei AMD denkt man allgemein in diese Richtung. Man hofft und wartet auf den Aufschwung.

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