AMD/ATI RD790: CrossFire mit 3 Grafikkarten
geschrieben am 12.07.2007 um 19:23 Uhr
Manchmal weiß man wirklich nicht, ob man sich über einen Nachricht freuen oder vor Wut einen Schreikrampf bekommen soll. Die Infos über den neuen High-End-Chipsatz von ATI/AMD ist so ein Grund.
Auf der einen Seiten klingen die Spezifikationen des RD790 wirklich sehr positiv. Er wird im 65nm Verfahren gefertigt und kommt so auf einen Stromverbrauch von nur 4 Watt in Idle-Modus und 10 Watt unter Volllast. Der vergleichbare Intel-Chipsatz X38 verbraucht 14 bzw. 35 Watt. Auch die Ausstattung ist mit HyperTransport 3.0 und PCI-Express 2.0 sehr erfreulich. Insgesamt wird ein Mainboard mit dem RD790 über 41 PCI-Express-Lanes verfügen, und genau das führt zu dem weniger erfreulichen Teil der Nachricht, zumindest für Umweltschützer.
Denn der RD790 soll durch seine Vielzahl von PCI-Express-Lanes den Betrieb von mehr als zwei Grafikkarten im CrossFire-Modus unterstützen. Im Moment plant man bei ATI wohl mit drei Grafikkarten, und diese drei Karten sollen alle der Grafikberechnung dienen. Damit soll sich die Geschwindigkeit des CrossFire-Gespanns mit drei Karten auf das 2,6-fache einer einzelnen Grafikkarte steigern, gegenüber einer 1,8-fachen Steigerung beim Betrieb von zwei Karten.
Das bedeutet, dass sich im Fall der Radeon HD 2900 XT drei Grafikkarten mit einem Energieverbrauch von jeweils 250 Watt in einem Rechner finden. Da nützt dann die Energieeinsparung beim Mainboardchipsatz auch nicht mehr viel. Warum versuchen die Grafikkartenhersteller nicht endlich einmal etwas, um den Stromverbrauch ihrer Hochleistungsungetüme zu bremsen? Die Prozessorhersteller haben das doch auch geschafft.
Mainboards mit dem neuen Chipsatz sollen ab September erhältlich sein, allerdings noch mit der alten Southbridge. Die Neue wird es erst ab November geben.
Hintergrundinformationen und weitere News zu diesem Thema finden Sie unter:
ATI Radeon HD 2900XT
Informationen
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