ATi Radeon HD 4870 X2 im Dauertest: Ein reinrassiger Sportwagen
geschrieben am 24.08.2008 um 22:45 Uhr
Kurz nach der Präsentation des neuen AMD-Flaggschiffs Radeon HD 4870 X2 stellte uns die nette Dame von der Marketing-Abteilung ein Testsample dieser Grafikkarte in Aussicht und am Montag schließlich war es soweit, ein Modell von Sapphire traf bei uns ein. Ihr blühte ein Alltags- und Dauertest, wie ihn auch schon ihre Schwester ohne das X2 überstehen musste.
Die Voraussetzungen dabei waren die gleichen wie schon letzten Monat für die HD 4870. Ein Intel Core 2 Quad Q9300 befeuerte ein System auf Basis des ASUS P5Q mit Intels P45-Chipsatz und 4 GB DDR2 800 Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem kam ebenfalls wieder das altbewährte Windows XP mit Service Pack 3 zum Einsatz, was aber leider wieder keine DirectX-10-Tests ermöglichte.
Nach dem problemlosen Einbau war der Test dieses Mal noch länger als bei der kleinen Schwester. Fünf Tage lang lief der PC bis zu 16 Stunden am Tag, mal nur im Officebetrieb, mal mit einem 8 stündigen Spielemarathon ohne nennenswerte Unterbrechungen. Für die ausgewählten Spiele Counter-Strike: Source, Call of Duty 4, Company of Heroes und Flatout 2 galt natürlich die Maßgabe, dass sie mit maximalen Details und Bildverbesserungsmaßnahmen in der nativen Auflösung von 1650x1050 des 22“ Monitors laufen mussten.
Wie nicht anders zu erwarten, konnten wir die Enthusiast-Grafikkarte damit kein einziges Mal an ihre Grenzen bringen. Es gab keine Ruckler, keine Aussetzer, keine Grafikfehler. Allerdings fiel der in einigen anderen Tests kritisierte Lüfter auch bei uns negativ im Vergleich zur „einfachen“ HD 4870 auf. Zwei GPUs erzeugen natürlich doppelt so viel Wärme, und die muss abgeführt werden.
Im Desktopbetrieb ist das kein Problem und ungestörtes Arbeiten ist auch 16 Stunden am Stück möglich. Unter Last aber laufen die beiden GPUs zu Höchstleistungen auf und der Wärmestrom auf der Rückseite des Gehäuses macht aus dem PC einen Heizlüfter für die jetzt kälter werdenden Tage. Am Geräuschpegel geht das leider auch nicht spurlos vorbei, die Grafikkarte ist deutlich zu hören. Während des Spielens selbst störte mich persönlich das eher weniger, lästig wird es aber in den ersten Minuten, wenn man von einem Spiel wieder zum Arbeiten wechselt. Dann dreht der Lüfter zwar nicht mehr ganz so laut, aber immernoch hörbar, um die Temperatur wieder auf Desktopwerte abzusenken.
Dies bleiben aber die beiden einzigen Kritikpunkte, ansonsten gab es während der ganzen fünf Tage an der schnellsten Grafikkarte der Welt nichts zu bemängeln oder kritisieren. Trotzdem sollten sich die Grafikkartenhersteller für die Zukunft doch bitte merken, dass eine Grafikkarte kein Sportwagen ist und sie deswegen nur schnell, und nicht laut zu sein braucht.
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ATI Radeon HD 4870
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