Scheichs steigen bei AMD ein

geschrieben am 11.10.2008 um 22:30 Uhr

Verschiedene Experten läuteten dem Prozessor- und Grafikkartenhersteller AMD schon mehrmals die Totenglocken, und so ganz unbegründet scheinen diese Mutmaßungen auch nicht gewesen sein. Denn nun hat sich der einzige Konkurrent von Intel und Nvidia durch einen drastischen Schritt wieder Luft verschafft und die wichtigen Zukunftsinvestitionen abgesichert.

Ermöglicht wurde das durch die Ausgliederung der Produktionsstandorte aus dem eigentlichen Unternehmen in eine Tochterfirma mit dem schlichten Namen „Foundry“. Da das alleine noch kein Geld in die Kassen spült, wurden 55% der Anteile an dieser Tochter an Advanceed Technology Investment (kurz ATIC), einen Staatsfonds aus Abu Dhabi, verkauft. Mit Hilfe dieser Erlöse soll das Werk in Leipzig modernisiert werden und auch der Bau eines weiteren Werkes ist geplant.

Und als ob das noch nicht genug wäre, soll eine weitere Gesellschaft aus Abu Dhabi bei AMD einsteigen und so nochmal 300 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen. Diese Finanzspritzen könnten für AMD in Anbetracht der praktisch nicht vorhandenen Kreditvergabe großer Banken im Moment überlebensnotwendig sein.
Hintergrundinformationen und weitere News zu diesem Thema finden Sie unter:
ATI - Grafikkarten - Firmengeschichte

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