Welche ist die Richtige Grafikkarte?
Es gibt zwar nur zwei für den Mainstream-Markt wichtige Hersteller von Grafikchips für eigenständige Grafikkarten, allerdings haben die ein so breit gefächertes Angebot, dass es oft nicht leicht fällt, die optimale Grafikkarte zu finden. Diese Tipps sollen euch die Qual der Wahl erleichtern.Als erstes stellen sich zwei grundlegende Fragen:
- Was will ich mit dieser Grafikkarte tun?
- Wie viel Geld kann und will ich ausgeben?
Will ich mit meinem PC bzw. der Grafikkarte in ihm nur arbeiten, sind die Office-Grafikkarten die richtige Kategorie. Sie sind zu günstigen Preisen zwischen 30 und 50 Euro zu haben, bieten aber auch nur eine sehr geringe Leistung. Dafür arbeiten sie dank ihrer meist passiven Kühlung lautlos und halten so den Geräuschpegel niedrig. Für normale Arbeiten ist kein Modell der aktuellsten Serie notwendig, allerdings verfügen erst die Modelle ab dem Jahr 2007 über einen Hardware-Dekoder für HD-Filmmaterial und ermöglichen so die halbwegsflüssige Darstellung dessen auch mit einem schwächeren Prozessor.
Wer mit seinem PC hauptsächlich spielen will und auch das nötige Kleingeld hat, der greift zu den High-End-Grafikkarten. Mit ihnen ist Spielen in den höchsten Auflösungen und mit aller Art von Bildverbesserungsmaßnahmen sowie maximalen Details auch in den neuesten Spielen möglich, was allerdings auch seinen Preis hat. Mehr als 500 Euro können für eine solche Grafikkarte fällig werden, wobei die Sinnhaftigkeit einer solchen Investition meistens sehr fraglich ist. Gerade gegen Lebensende einer Grafikkartenserie geht der Trend auch bei den High-End-Grafikkarten in Richtung günstigerer Preise, sodass für 250 bis 350 Euro bereits Grafikkarten mit einer annähernd so großen Spieleleistung wie der der absoluten Spitzenkarten erhältlich sind. Lediglich in Auflösungen jenseits von 1600x1050 sind die Unterschiede nach wie vor spürbar.
Damit schließt sich zumindest preislich die Lücke zu den Mittelklasse-Grafikkarten. Diese stellen einen günstigen Kompromiss zwischen den billigen Office-Karten und den teuren High-End-Karten dar. Trotz ihres Preises von 100 bis knapp 200 Euro bieten sie ein schlechteres Preis-Leistungsverhältnis als die Grafikkarten vom unteren Ende des High-End-Segmentes. Ihre Leistung ist deutlich geringer als der Preisunterschied erahnen lässt und sie sind eigentlich nur für Gelegenheitsspieler eine Überlegung wert. Hohe Auflösungen sind meistens ebenso wenig möglich wie Bildverbesserungsmaßnahmen und in den meisten Spielen muss auf eine hohe Detaildichte verzichtet werden. Sie sind also nur dann eine annehmbare Lösung, wenn das Budget allzu begrenzt ist.
